Die Grillsaison

Mit Kollegen bei guter Musik und einem Bier in der Pampa zu sitzen ist eine tolle Sache. Auch ein Lagerfeuerchen und was zu futtern ist schön und dem gemeinen Saarländer scheint ohne das „Schwenken“ eine Identitätskrise zu drohen.
Dabei gibt es ebensowenig Grund, dabei Tonnen von totem Tier auf den Grill zu werfen, wie es einen Grund gibt, als Veganer auf das Grillen zu verzichten.
Leider strahlt der Elektrogrill der WG aufm Balkon nicht die Gemütlichkeit eines Lagerfeuers aus (aber wir sind ja hier auch in Trier und nicht im Saarland^^) und er hat meine Schaschlikspieße gestern auch nur ein bissel warm gemacht… Lag vielleicht auch an der Alufolie, die mich vor Fleischübergriffen geschützt hat. ^^
Der Versuch in der Pfanne heute funktionierte dann schon besser.

2 rote Paprika, 2 Zwiebeln, Champignons, ne gute Portion Sojamedallions, 1 Packung passierte Tomaten, Unmengen an Maggi Bratensoße, etwas Tabasko, ein bißchen Curry, ne Prise Salz.

Paprika und Zwiebeln klein schneiden, zusammen mit den Sojamedallions (evtl. halbieren, damit sie besser durchziehen) in eine Schüssel geben. Passierte Tomaten dazu, Bratensoße in heißem Wasser auflösen (dass es insgesamt etwa soviel Bratensoße wie passierte Tomaten ergibt), dazutun, mit Curry, Tabasko und Salz abschmecken. Alles im Kühlschrank 1-2 Tage ziehen lassen. Damit die Sojastücke ordentlich bedeckt sind und nicht schwimmen, kann man sie je nach Umfang der Schüssel z.B. mithilfe von Frischhaltefolie und einem Suppenteller runterdrücken, ab und an umrühren!
Am Tag der Tat Pilze halbieren, zusammen mit Paprika, Zwiebeln und Sojamedallions auf Schaschlikspieße stecken und auf beiden Seiten goldbraun braten. Dann etwas von der Soße dazu, bissel köcheln lassen.
Es ist natürlich viel zu viel Soße, aber mit Reis und etwas Gemüse o.ä. lässt sich das sicher weiterverwerten. Mal sehen :)

Ich bin kein Fan der Konsistenz von Sojamedallions. Als nächstes werde ich das mal mit Tofu oder Seitan versuchen. Aber lecker war es dennoch.