Kastanienbratlinge und Rosenkohl

Kastanienlinsenbraten klingt lecker und da ich letzte Woche mit fleißiger Unterstützung noch einige Esskastanien im Wald gesammelt hatte, haben der Mann meines Herzens und ich uns an einem solchen versucht.
Die beiden Rezepte, die wir zur Orientierung verwendet haben, waren leider mit Ei. Das vegane Ergebnis war nicht so prall, fiel ziemlich auseinander und hatte trotz eifrigem Einpinseln mit Öl keine nennenswerte Kruste.
Die 50 Minuten im Ofen waren auch sonst unnötig, denn die Linsen und die Kastanien waren ja schon zuvor gegart.
Nach der Fitzelarbeit beim Kastanienschälen war das dann schon etwas ernüchternd, aber Schatzis Yummi-Pilzsoße hat es dann noch einigermaßen rausgerissen.

Was tun mit 2/3 Kastanienlinsenbraten von gestern, der nur so lala ist?
Kastanienlinsenbratlinge! Und wo wir gerade dabei sind, wag ich mich endlich mal an Rosenkohl, den ich noch nie zuvor gegessen habe. Dazu den gestreckten Rest der Pilzsoße.
Ergebnis: Köstlich! :)

Zutaten Pi mal Daumen:

Für die Bratlinge:
200 g braune Linsen
200 g Esskastanien
Salz
Pfeffer
Petersilie
Paniermehl
Etwas Gluten, No Egg oder Sojamehl

Für den Rosenkohl:
Rosenkohl
1 Zwiebel

Für die Pilzsoße:
200g Champignons
Mehl
Öl oder Margarine
etwas vom Rosenkohlwasser
Kräuter der Provence
Sojasoße
Knoblauchpulver
Gemüsebrühe
Cumin
eine Spur Muskat

Zubereitung:

Die Bratlinge:
Die Linsen 30 Minuten kochen, dann in einem Sieb abtropfen lassen. Die Kastanien 10-15 Minuten kochen, schälen und mit einer Gabel zerdrücken, die Linsen und etwas Paniermehl zugeben, mit Pfeffer,Salz und Petersilie würzen. Wer mag kann auch eine Zwiebel dazutun oder andere lustige Gewürze reinhauen.
Sollte der Teig sich nicht anständig zu Bratlingen formen lassen, etwas Gluten o.ä. zugeben und zu Bratlingen formen. Diese zunächst in einer Mischung aus etwas Mehl (alternativ Sojamehl, Gluten oder No Egg) und Wasser, dann in Paniermehl wenden und anschließend von beiden Seiten in einer Pfanne mit ordentlich Öl schön bräunen.

Der Rosenkohl:
Die Stängel kürzen und kreuzförmig einschneiden, die äußeren Blättchen entfernen. Den Kohl etwa 15 Minuten in Wasser kochen und anschließend mit einer Kelle herausnehmen (Wir brauchen das Wasser noch für die Soße!) und kurz abtropfen lassen.
Eine Zwiebel schälen und würfeln und in Öl andünsten, den Rosenkohl dazugeben und kurz mitbraten.

Die Pilzsoße:
Zunächst das Stielende entfernen, die Pilze waschen und in dünne Scheiben schneiden, dann mit etwas Salz (zieht das Wasser heraus) in einer Pfanne in Öl anbraten bis die Pilze kein Wasser mehr abgeben. Etwas Mehl zu den Pilzen geben, unter ständigem Rühren kurz weiterbraten (nicht zu heiß), das Ganze dann mit etwas Rosenkohlwasser ablöschen. Kräftig würzen und köcheln lassen, bis die Soße abbindet.


2 Antworten auf „Kastanienbratlinge und Rosenkohl“


  1. 1 Mausflaus 22. Oktober 2010 um 10:31 Uhr

    oh…jmd der rosenkohl mag? *staun* sonst finden den immer alle eklig. ich mochte den als kind auch nie, bin aber in letzter zeit auf den geschmack gekommen :-)

  2. 2 pepperann 22. Oktober 2010 um 12:24 Uhr

    Jo, ich fand ihn sehr lecker. :)
    Kann mich nicht erinnern, ihn als Kind gegessen zu haben, aber scheinbar mögen ihn die meisten Kinder net. ^^

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