Die Sache mit dem Kohl

Irgendein seltsamer Mensch hat einen Kohl auf meinem Balkon platziert.
Wohl in der Hoffnung, ich möge damit kochen, ihn essen und nächste Woche zu Beginn der Univeranstaltungen meine Kommilitonen mit unangenehmen Gerüchen belästigen.

„Kopfkohl“ heißt das Zeug, eine Form von Weißkohl, zumindest war das das, was ich bei wikipedia rausfinden konnte.

Allgemein hat man eine eher negative Beziehung zu Kohl: Kohl stinkt, Kohl schmeckt nicht, Kohl verursacht Blähungen.

Als frische Veganerin, die das Essen plötzlich neu entdeckt, war ich schnell von Broccoli, Blumenkohl, Kohlrabi, und Rotkraut überzeugt, spannend ist auch: Raps gehört ebenfalls zum Kohl.
Ich esse insgesamt also weitaus mehr Kohlsorten, als ich auf Anhieb denken würde, dennoch weckt das Wort „Kohl“ nach wie vor eher unangenehme Assoziationen.
Nachdem auch Rosenkohl mich vom Geschmack her überzeugt hat und die ersten beiden Vorurteile vertrieben wurden, war die Folgewirkung eher stinkig und Vorurteil Nummer 3 wurde mehr als bestätigt. Also vorerst genug vom Kohl, auch wenn er durchaus lecker ist.
Aber wie es aussieht, kennt meine Umgebung keine Gnade, Mr. Kopfkohl will verwertet werden, da muss ich wohl durch.

Versuch Nummer 1, inspiriert von einer Gemüse-Reispfanne mit Kohl, die ich Anno Dazumal bei Schatzi gegessen habe:

Zutaten (für eine Person):

3/4 Tasse Naturreis
1,5 Tassen Wasser
1 große Möhre, in kleinen Stücken
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
2 Zehen Knoblauch, gehackt
1 dicke Scheibe Kopfkohl, grob gehackt
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Sojasoße
Öl

Zubereitung:

Den Reis mit etwas Gemüsebrühe und Wasser in einen Topf geben, kurz aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze mit geschlosssenem Deckel köcheln lassen, bis das Wasser verschwunden ist.
Die Möhre als erstes in etwas Öl andünsten, nach ein paar Minuten die Zwiebel dazugeben.
Wenn die Zwiebel glasig ist, und anfängt zu bräunen, Knoblauch und Kohl dazugeben und kurz mitdünsten.
Nach 2-3 Minuten den Reis dazugeben. Während der Reis noch ein paar Minuten mitbrät, das Ganze mit Sojasoße, Pfeffer, Salz und Paprikapulver abschmecken.

Fazit:
Erstaunlich gut.
Abgesehen von der langen Kochzeit des Naturreis‘ ein schnelles und einfach zu machendes Essen. Die Erwartung unangenehmer Nachwirkungen bleibt derzeit unbestätigt.
Wenn man sich überlegt, dass Kohl regional eingekauft werden kann, günstig ist, sich leicht und lang lagern lässt und man ihn eigentlich auch vielseitig verwerten kann, werden wir vielleicht doch noch wahre Freunde. Gesund ist er allemal: http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fkohl#Inhaltsstoffe.


2 Antworten auf „Die Sache mit dem Kohl“


  1. 1 Timo 01. November 2010 um 15:05 Uhr

    Neue Rezepte finde ich immer super. Werde dieses gleich mal ausprobieren. Ich finde Rezepte mit Pesto immer super….Da kann man super viel mit anstellen.

  2. 2 pepperann 01. November 2010 um 19:03 Uhr

    Na, Pesto mag ich jetzt net soooo gerne. Ab und an is es schon lecker.
    Fällt eindeutig eher in den Aufgabenbereich meiner besseren Hälfte, der hat das drauf! ^^

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