Archiv für Oktober 2010

Yofu-Brot

Zutaten:

400 g Mehl
250 ml Yofu
1 TL Salz
1 Prise Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
evtl. 1-3 EL Wasser
schwarzer Sesam zum Bestreuen

Zubereitung:

Mehl, Hefe, Salz und Zucker vermischen, dann zusammen mit dem Yofu (einige Zeit vorher aus dem Kühlschrank nehmen oder vorher im Wasserbad ein wenig anwärmen) zu einem Teig verkneten. Falls der Teig zu trocken ist, etwas Wasser zugeben.
Etwa eine halbe Stunde in der mit einem Tuch abgedeckten Schüssel gehen lassen, dann zu einem Brotlaib formen und mit Sesam bestreuen.
Bei 200 °C etwa 35 Minuten backen.

Rezept bei chefkoch.de gefunden.

Kommentare

Beschimpfungen als linke grüne Multikulti-Träumerin: Ich bekenne mich schuldig. Wo wären wir, wenn wir nicht Ideen und Träume hätten?
Linksradikal, die Nazikeule schwingend und den Islam ganz unkritisch sehend: Nein, bestimmt nicht.

Aber ich sehe alle Religionen kritisch.
Glaubt ihr wirklich, das Christentum hätte uns dorthin gebracht, wo wir jetzt sind?
Wohl eher die Aufklärung, die der Religion einiges an Boden entzogen hat. Das Christentum ist nicht friedlicher als der Islam, es wurde nur erfolgreich gebändigt. Wenn ich vom Islam in Deutschland als Religion rede, dann meine ich das genau so.
Sprache und Gesetze, die hier gelten will ich gewiss nicht negieren.

Ab sofort werde ich alle Kommentare erst freischalten, da ich einige herausnehmen musste.
Mein Blog, also entscheide ich über „sinnvoll für die Diskussion“ und „nicht sinnvoll“, Gegenargumente grundsätzlich willkommen. Für ausfallenden Tonfall oder tatsächlich rechts- bzw. auch linksradikales Gedankengut überlegt euch, ob ihr euch das Tippen nicht sparen wollt.
Insofern, fröhliches diskutieren.

Ist der Islam Teil der deutschen Kultur oder nicht?

Dein Christus ein Jude
Dein Auto ein Japaner
Deine Pizza italienisch
Deine Demokratie griechisch
Dein Kaffee brasilianisch
Dein Urlaub türkisch
Deine Zahlen arabisch
Deine Schrift lateinisch
Und dein Nachbar nur ein Ausländer

Da hat unser neuer Bundespräsident etwas Schönes gesagt, nämlich, dass der Islam mittlerweile Teil unserer Kultur sei und schon kommen die Unkenrufe aus den eigenen Reihen.

Eigentlich dachte ich, wir hätten in Deutschland Religionsfreiheit und außerdem einen (angeblich) säkularisierten Staat? Also verstehe ich die Frage von Seiten der Politiker nicht. Wenn die Religion also nicht von der Politik geregelt wird und der Deutsche in der Wahl seines Glaubens frei ist, kann dann nicht auch der Islam zu unserer Kultur gehören? Ist Kultur doch ohnehin etwas, das sich entwickelt und stetig verändert.
Wie kann da das Argument gelten, dass wir eine christlich-jüdische Tradition hätten?

Zunächst einmal muss man sich betrachten, woher diese Argumentation in dem Fall kommt: Aus der CDU.
Na gut, zum einen bedeutet „konservativ“ ja, dass man keine großen Veränderung wünscht, zum anderen scheint damit einherzugehen, dass man sich die Gegenwart so zurechtredet, wie man sie gerne hätte, nämlich in der Tradition einer gewünschten Vergangenheit.

„Christlich-jüdisch“ ist also unsere Kultur, da frage ich mich, wo bleiben alle anderen Religionen die es, neben dem Islam, der ja nicht dazu gehören soll, in Deutschland gibt. Gehören die auch nicht dazu? Hat nur der Anteil an der deutschen Kultur, der Christ oder Jude ist?
Überhaupt, wo bleiben all die, die keiner Konfession angehören und wo bitteschön, bleiben die Atheisten und Agnostiker?
Wir haben eine deutschen Kultur, aber unser Glaube gehört nicht dazu? Hier ein kleiner Überblick über die Zahlen auf Wikipedia: Link.

Ein Großteil der Deutschen glaubt also nicht deutsch.

Was ist denn das überhaupt, „deutsche Kultur“? Unsere Sprache, unsere Gesetze, gewisse Verhaltensregeln? Das Oktoberfest??
Und muss ich jetzt auch jeden Sonntag in die Kirche? Nie wieder Döner? Wie steht’s mit Pizza oder darf ich als geborene Deutsche ab sofort nur noch Sauerkraut essen (welches übrigens keine deutsche Erfindung ist)?

Liebe CDU, kann es sein, dass es einfach nur darum geht, dass wir Urdeutsche, wir Einheitsdeutsche, die wir von Norden bis Süden die gleiche Kultur pflegen, unsere muslimischen Mitbürger gerne verleugnen würden? Nicht deutsch genug die Kinners, nein die wollen wir nicht!

Deutschland ist schön, den meisten Leuten geht es hier gut, niemand muss verhungern, wir haben hier keinen Krieg und dürfen weitgehend sagen, was wir denken und tun, was wir wollen. All das hat sich unter dem Einfluss vieler anderer Kulturen entwickelt.
Warum sollten wir unsere Kultur, was auch immer sie genau sein mag, nun daran hindern, sich weiterzuentwickeln? Die Erweiterung um eine Religion tut niemandem weh und gefährdet unseren Staat doch nicht, denn Staat und Religion sind bei uns offiziell getrennt.
Integrationsprobleme und Terror haben mit der Akzeptanz dieser Religion erst mal überhaupt nichts zu tun, jede Religion, jede Glaubensrichtung kann potentiell in eine falsche Richtung leiten. Ob sie das tut hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob ihre Anhänger in der Gesellschaft Akzeptanz oder Ablehnung erfahren.

Wer Angst vor Werteverlust und Terror hat, sollte Ethik statt Religion in den Schulen lehren. Damit können nämlich nicht nur Muslime, sondern auch die urdeutschen Atheisten und Juden etwas anfangen.

Bierbrot

Mein Mitbewohner Daniel hat gestern ein Bierbrot gebacken. Sehr lecker! Da gibt’s nachher gleich noch eines!
Nomnomnom…

Zutaten:

220 g Weizenmehl
1 Tl Salz
1/4 Tl Trockenhefe
120 ml lauwarmes Wasser
50 ml Pils

außerdem benötigt: ein guseiserner Topf/Bräter

Zubereitung:

Aus den Zutaten ohne Kneten einen recht flüssigen Teig zusammenrühren. Dann die Schüssel mit Frischhaltefolie luftdicht verschließen und den Teig für 18 bis 20 Stunden bei Zimmertemperatur gären lassen.
Den Teig nach dieser Zeit auf einer bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig ein paar mal übereinander schlagen (nicht kneten!) und dann in eine mit Backpapier ausgelegte Schüssel geben. Noch einmal mit Frischhaltefolie abdecken und weitere 2 Stunden stehen lassen.

Schließlich den Ofen samt gusseisernem Gefäß auf 250 °C vorheitzen. Dann den Teig samt Backpapier in den Bräter heben, diesen mit dem heißen Deckel verschließen und das Brot zunächst 25 Minuten bei 250 °C backen, dann den Deckel abnehmen und das Brot bei 22 °C 15 Minuten nachbräunen lassen.

Aktualisierung:

Funktioniert durchaus auch, wenn man den Teig nur 1-2 Stunden gehen lässt.