Archiv für September 2013

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Loreley-Torte


Der letzte Rest vom Kuchen…

Diese Torte hat in unserer Familie Tradition und zwar kam sie durch meinen Onkel in die Familie, der in erster Ausbildung Bäcker und Konditor gelernt hat.
Meine Oma backt sie fast zu jedem größeren Anlass, eigentlich heißt die Torte „Loreley“, wir nennen sie umgangssprachlich „Dreieckiger“ und in unserem saarländischen Dialekt wird daraus dann „Dreieckia“. Naja.. ;D Hier jedenfalls meine vegane Abwandlung.
Noch kurz zur Bedeutung des Namens, und auf dem kleinen Bildchen sieht man auch, dass Torte und Fels die Form gemein haben.

Die Loreley (auch Lorelei, Loreleï, Lore-Ley, Lurley, Lurelei, Lurlei genannt) ist ein Schieferfelsen im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal bei Sankt Goarshausen, Rheinland-Pfalz, der sich am östlichen rechten Rheinufer (am Rheinkilometer 555) als 132 Meter (193,14 m ü. NN) hoher steil aufragender Felsriegel dem Strom in den Weg stellt. Der Blick von oben auf die Rheinkurven und auf Sankt Goarshausen mit der Burg Katz ist ein Anziehungspunkt für Touristen. Wenige hundert Meter vom Aussichtspunkt entfernt befindet sich die 1939 erbaute Freilichtbühne Loreley, wo regelmäßig Großveranstaltungen (zum Beispiel Rockkonzerte) stattfinden.

Loreley ist auch der Name einer Nixe auf diesem Felsen. Der aus dem 19. Jh. stammenden Legende zufolge kämmte sie dort ihre langen, goldenen Haare und zog die Schiffer mit ihrem Gesang an. Diese achteten trotz gefährlicher Strömung nicht mehr auf den Kurs, sodass die Schiffe an den Felsenriffen zerschellten.
– Wikipedia

Für die beiden Böden jeweils
260g Mehl
100g Zucker
1Pck. Vanillezucker (optional)
1 Pck. Backpulver
200ml Sojamilch (oder z.B. Reismilch, was man mag)
40ml Öl
(Kakao)

Zubereitung
Trockene Zutaten vermischen, Öl und Sojamilch dazu, ca. 3 Minuten mit dem Handrührgerät bearbeiten. Den Teig als Rechteck auf Backpapier glattstreichen und bei ca. 180°C backen bis gut.

Für die Creme
500ml Sojamilch
1 Pck. Vanillepuddingpulver
2 EL Zucker

250g Alsan (Margarine, findet sich z.B. bei Globus, Kaufland, Edeka)

Zubereitung
Aus Sojamilch, Zucker, Puddingpulver einen Pudding kochen, unter Rühren im Wasserbad herunterkühlen. Die Margarine mit dem Handrührgerät aufschlagen (ca. 3-4 Min.) und dann den Pudding Löffelweise dazugeben (die Zutaten müssen jetzt kalt sein!).

Für die Deko
1 Pck Marzipan
Puderzucker
Zartbitterkuvertüre
z.B. Zartbitterherzen

Jetzt kommt der komplizierte Teil!

Zur Anschaulichen Darstellung hier ein paar Knetübungen mit Fimoresten.

Mit professionellem Equipment sehen die „Rechtecke“ natürlich nicht so aus, aber ich arbeite bisher ohne Metallrahmen beim Backen und streiche die Teige mit einem Pfannenwender glatt. ;D

Die fertig gebackenen und abgekühlten Teige aufeinander legen und mithilfe eines Lineals in Form bringen.

In drei gleich breite Streifen schneiden.

Dann übereinander legen und eventuell überstehendes noch einmal am Rand in Form schneiden.
Falls die Böden in der Mitte dicker sind als am Rand, kann man hier tricksen: Für eine gleichmäßige Höhe jeden zweiten Boden in der Mitte durchschneiden und mit den dünneren Rändern zur Mitte hin legen.
Creme zwischen die Schichten streichen.

Dann werden die Böden diagonal noch einmal durchgeschnitten.

Am genauesten geht das indem man sie (auf einem Brett) an die Tischkannte legt und ein Lineal oder ähnliches an die gegenüberliegende Kante hält. Ein Elektromesser ist hier schwer von Vorteil.

Die Zahlen des Lineals sollten eigentlich nicht am Kuchen kleben bleiben. ;) Aber so sieht man gut wie die Böden zusammen gestellt werden.
Auf den Boden mit den Zahlen streicht man nun ebenfalls Creme. Im letzten Schritt klebt man die Fläche, auf der die vordere Hälfte jetzt steht, gegen die becremte Zahlenfläche. (grüne Markierungen aneinander)

Das Grundgerüst ist fertig!
Nun wird das „Dach“ ebenfalls mit Creme bestrichen. Ah ja, durchschneiden sollt ihr den Kuchen hier nicht, ich wollte nur die Streifen zeigen! ;)

Der Marzipan wird mit etwas Puderzucker verknetet und als Rechteck ausgerollt. Er muss in etwa auf den Kuchen passen, auf der Creme kann man ihn aber noch ein bisschen schieben und dehnen, er darf an den Rändern überstehen, das schneiden wir nachher ab! Falls der Marzipan sich ausgerollt nicht im Ganzen hochheben lässt, kann man ihn mit etwas Puderzucker bestreut locker auf ein Nudelholz aufrollen und über dem Kuchen wieder abrollen.

Schließlich wird der Kuchen mit Kuvertüre überzogen, wenn diese nicht mehr ganz so flüssig ist, kann man mit einem Kamm (keine Ahnung, wie dieses Backtool heißt) Wellen ziehen. Danach werden die etwas unschönen Endstücke abgeschnitten (Da kann man gleich probieren!). Die Schnittflächen mit Creme bestreichen. Noch ein paar Cremeblümchen und etwas Deko drauf, fertig!!!

Am besten schmeckt der Kuchen, wenn er eine Nacht im Kühlschrank durchziehen durfte. Verbesserungswürdig wäre: Die Schichten könnten dünner sein, dann hätte er eine hübschere Form, der Teig könnte etwas luftiger sein. Eiersatzpulver ist keine Lösung, das macht Gummiteig. Bin gespannt auf Vorschläge!

Ich hoffe, die Anleitung ist halbwegs verständlich. Viel Spaß beim Ausprobieren!