vegane Rezepte

Lahmacun 2

Vor Kurzem gab’s hier einen Beitrag über Lahmacun, leider völlig ohne Mengenangaben. Daher jetzt auch mit Rezept ;) und anlässlich des vergangenen Weltvegantages am 01. November verrate ich euch mein wirklich simples Rezept für eine epische Knofisoße, die zumindest mich die Zeiten von Yofuknofisoßen vergessen lässt (Das Zeug schmeckt mir einfach nicht und hat für mich so gar nichts mit Joghurt zu tun.).

Die Menge reicht für 4 Lahmacun, also 4 Personen.

Am Anfang steht der Hefeteig.

Zutaten:
300 g Mehl
10 g Salz
1 Pck. Trockenhefe
2 EL Olivenöl
200 ml Wasser

Trockene Zutaten vermischen, Öl und Wasser zugeben, den Teig kneten bis geschmeidig und zugedeckt eine halbe Stunde bis Stunde gehen lassen.

Jetzt kommt der Star der Show, meine allerliebste teuflisch stinkige und kalorienhaltige Knofisoße.

Zutaten:
150 ml ungesüßte Sojamilch (Aldi oder Alpro Soja)
100 ml Raps- oder Sonnenblumenöl
2 TL mittelscharfer Senf
1/2 TL Salz
1 Msp. Pfeffer
1 EL Essigessenz (z.B. von Surig)
1 TL granulierter Knoblauch

Wer keinen granulierten Knoblauch zur Verfügung hat, kann 2-3 Zehen frischen Knoblauch fein würfeln und in wenig Öl bei niedriger Hitze garen. Ungegarter Knoblauch verleiht der Soße eine unangenehme Schärfe.

Alle Zutaten in den Mixer, einmal durchmixen, fertig. Geht natürlich auch mit einem Stabmixer. Wer sich über das Öl wundert: Durch das in der Sojamilch enthaltene Lecithin emulgieren Sojamilch und Öl, wodurch eine dickflüssige Soße entsteht. Vegane Majo wird genauso hergestellt, nur mit etwas mehr Öl und ohne Knofi. ;)
Am Besten schmeckt die Soße, wenn sie etwas durchgezogen ist. Wer mag kann nach dem Mixen noch gehackte Petersilie zugeben.

Jetzt kochen wir noch eine Tomaten-Sojahacksoße. Die ist bei mir immer anders. Heute war das drin:

Zutaten:
100g Sojaschnetzel (DM)
1 Zwiebel
3 Zehen Knoblauch
2 Dosen gestückelte Tomaten
1 Schuss Ketchup (mangels Tomatenmark)
Rapsöl
Salz
Gemüsebrühe
Pfeffer
Italienische Kräuter (ja passt voll zum türkischen Essen ^^)
Paprikapulver
Cumin
1 guter Schuß Sriracha (Chili-Knoblauchsoße aus dem Asialaden)

Sojaschnetzel in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser bedecken und 10 Minuten ziehen lassen. In ein Nudelsieb abgießen, kurz unter fließendem Wasser abkühlen und kräftig ausdrücken, um das überschüssige Wasser loszuwerden. Zwiebel und Knoblauch schälen und zerkleinern. Etwas Rapsöl in eine Pfanne geben und die Sojaschnetzel anbraten, die Zwiebel dazugeben und glasig dünsten. Knoblauch, Tomaten und Ketchup/Tomatenmark zufügen, nach Geschmack würzen.

Für die Füllung brauchen wir außerdem Unmengen an Gemüse, ich nehme ganz gerne:

Weißkohl
Rotkohl
Möhren
Zucchini
Tomaten
Salat
Peperoni
glatte Petersilie
zum Pimpen: Chiliflocken

Den Backofen auf 200 °C vorheitzen. Jetzt machen wir uns an den Hefeteig.

Den Hefeteig mit Mehl bestäuben, damit er nicht an den Händen klebt und in zwei gleich große Teile teilen, diese nochmals halbieren.

Die Teigstücke auf einer gut bemehlten Fläche ausrollen. Dabei immer wieder das Teigstück mit einer Hand hochheben, herumdrehen und der anderen Hand die Arbeitsfläche darunter neu bemehlen. So klebt nichts und der Teig lässt sich leicht sehr dünn ausrollen.

Den Teig auf Backpapier auf ein Backblech legen und mit einem Viertel der Tomaten-Sojahacksoße bestreichen.
Ab in den Ofen, dort sollte er nicht allzu lange verweilen, zwar ist er lecker, wenn er am Rand knusprig wird, lässt sich dann aber nur noch schwer rollen.

Herausnehmen, mit Gemüse bestücken, Knofisoße drüber und zusammenrollen. für einfacheres Essen vor dem Füllen auf ein Stück Alufolie legen und diese um den zusammengerollten Lahmacun wickeln. Mahlzeit!

Wer für zwei Personen kocht, kann natürlich die Menge halbieren oder die Hälfte der Soßen und des Teiges für den nächsten Tag aufheben. Nur die gefüllten Lahmacun nicht für später aufheben, der Teig weicht durch, das schmeckt nicht. :)

Mehr veganisierte türkische Rezepte gibt’s zum Beispiel hier: http://vegandelight1.blogspot.de/
Und ein richtig gutes Rezept für Hummus findet sich hier: http://www.chefkoch.de/rezepte/1220881227513212/Hummus-bi-Tahina.html

Gnocchi

Heute in Veganien: Selbstgemachte Gnocchi, 1. Versuch. Dieses Rezept hat mich inspiriert und wird demnächst auch noch getestet: http://www.veganguerilla.de/kuerbis-gnocchi/
So spricht man die übrigens richtig aus: Gnocchi und nicht „Knotschi“.

Zutaten:

500g Kartoffeln
ca. 200g Mehl
Pfeffer
Salz

Dazu eine Resteverwert-Tomatensoße mit Erbsen, Möhren und einer Chili aus Opas Garten.

Zubereitung:
Kartoffeln kochen, etwas abkühlen lassen, stampfen (oder mit einer Gabel zerdrücken), Mehl, Salz und Pfeffer unterkneten und Gnocchi formen. Diese dann in kochendes Wasser werfen, den Herd abdrehen und die Gnocchi ziehen lassen bis sie oben schwimmen. Fertig.

Ich war recht zufrieden mit dem Ergebnis, sie hätten allerdings etwas weniger weich sein können. Das nächste Mal werde ich noch Knoblauch zum Teig geben und ein anderes Rezept ausprobieren, das zusätzlich Gries enthält. Wie es aussieht kann man Gnocchi theoretisch aus allerlei Gemüse machen, indem man es kocht, matscht und dann etwa halb soviel Mehl unterknetet. :)

Sebs „Käsesoße“

Schatzi kocht. :)

Zutaten ( 3 Personen):

1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
2 EL Alsan
1 Packung Wilmersburger classic
2 Päckchen Sojasahne (Alpro)
ungesüßte Sojamilch (Aldi oder Alpro)
Gemüsebrühe
Sojasoße
Pfeffer
Muskat
Kreuzkümmel

(Tortellini: 2x Gemüsetortellini von Alnatura bei DM)

Zubereitung:

Die Zwiebel in der Alsanmargarine glasig dünsten. Knoblauch dazu geben. Mit Sojasoße ablöschen, dann mit der Sojasahne aufgießen. Würzen nach Geschmack (wir haben (noch) keine Mengenangaben). Wenn die Soße kocht, schließlich den fein gewürfelten Wilmersburger nach und nach unterrühren. In unserer unmittelbaren Umgebung gibt es nur den Scheibenkäse, den Pizzaschmelz zu nehmen spart natürlich die Schneidarbeit.

Die Tortellini sind ein bisschen blöd portioniert, zwei Packungen reichen für drei Personen, daher kann man die Soße mit der Sojamilch noch etwas strecken.

Karamellkekscreme

Dieses fiese Zeug habe ich im Globus entdeckt.
Leider schmeckt es nicht nur abartig gut und hat ca. 1 Million Kalorien, es enthält auch Palmöl. Also nicht mehr kaufen.
Aber: Die Zutaten sind denkbar einfach, man könnte sich so eine Creme ziemlich einfach selbst machen.
Zutaten sind hier: Karamellgebäck 57% (Weizenmehl, Zucker, pflanzliche Öle (Palm, Raps), Kandissirup, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat), Sojamehl, Salz, Zimt), Rapsöl, Zucker, Emulgator Sojalecithin, Säuerungsmittel Zitronensäure.

Man könnte also einfach sein Lieblingsgebäck schreddern und mit Öl mischen (oder Sojamilch oder Wasser, dann wirds nicht ganz so abartig), um es dann auf’s Brot zu tun. Müsste man in der Weihnachtszeit mal mit überschüssigen Plätzchen testen. :)

Lahmacun

Rezept gibt’s hier: Lahmacun 2

Vor Kurzem hatte ich abends plötzlich tierisch Lust auf türkische Pizza und seitdem esse ich die ständig. :)
Einfach einen nicht zu feuchten Hefeteig mit Hilfe von viel Mehl dünn ausrollen, Tomaten-Sojahack-Soße drauf, kurz in den sehr heißen Ofen. Dann belegen wie man mag und futtern. Das ist so einfach und so lecker!!

Die Bilder hier stammen von einem türkischen Schlemmerabend mit einer guten aber leider nicht wirklich türkischen Freundin (Anja werd türkisch!). Wir hatten außerdem Falafel, Knofisoße, Hummus und nen kleinen Berg Gemüse. Falls einer meiner Leser originaltürkische Rezepte kennt, die er mag, bitte schreibt sie mir als Kommentar, ich würd gerne einige veganisieren!

Hier gibt es ein unveganes Rezept, an dem man sich aber orientieren kann und die richtige Aussprache von „Lahmacun“. Einfach nur mit Zitrone und Petersilie schmeckt’s auch himmlisch!