Warum vegan???

Warum Vegan?

Ganz kurz und knapp. Es gibt tatsächlich noch viel mehr gute Gründe, wie Gesundheit, Umwelt etc. aber ich möchte hier kurz die wichtigsten nennen.

Warum kein Fleisch?

Weil ich nicht möchte, dass für meinen Genuss beim Essen andere empfindende Wesen leiden und sterben müssen.
Tiere, die auf Biohöfen ein vergleichsweise artgerechtes Leben führen, müssen dennoch für die Fleischproduktion leiden. Unter anderem sind der Abtransport zum Schlachter, sowie die Schlachtung selbst absoluter Horror.
Davon abgesehen sehe ich nicht ein, warum ein Schwein weniger wert sein soll, als ein Hund. Der Verzehr von Hunden und Katzen ist in Deutschland verboten, die genetische Manipulation (meiner Meinung nach Qualzucht), Mästung, Haltung auf engstem Raum, Trennung von Neugeborenen und Mutter, sowie Schlachtung der Jungtiere etc. nicht.
Wer verstehen möchte, wie ich die Welt sehe, soll sich einmal Videos von konventioneller Nutztierhaltung anschauen und sich vorstellen, dass der Lieblingshund an der Stelle des Nutztieres zu sehen ist.

Ein Video (ca. 9 Minuten, 3Sat), das über Zustände in der Schlachtung informiert:
http://www.youtube.com/watch?v=EcN6tzVjKPc

Ein Video (4 Minuten), das zeigt, wie Schweine im Hochsommer transportiert werden:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/hitzewellen-tiertransporte

Warum keine Milch?

Nur weibliche Rinder geben Milch. Die zur Milchproduktion nicht nutzbaren männlichen Kühe werden geschlachtet.
Damit eine Kuh genügend Milch produziert, muss sie ca. 1 Mal pro Jahr (künstlich) befruchtet werden. Das dabei entstehende Kalb wird nach der Geburt von der Mutter getrennt und entweder selbst eine Milchkuh oder aber nach kurzer Zeit geschlachtet.
Dass die ständige Milchproduktion die Kühe auszehrt, ist eigentlich logisch, wenn wir darüber nachdenken, mit welchen Strapazen das Stillen beim Menschen oft verbunden ist. Milchkühe müssen oft auf sehr kleinem Raum leben und durch die ständige Beanspruchung kommt es häufig zu schmerzhaften Infektionen/Entzündungen am Euter.
Kühe geben eben nicht „einfach so“ Milch. Wie beim Menschen auch, produziert der Körper einer Kuh Milch für ihr Baby, dabei gibt es keinen Überschuss, der von der Kuh für den Menschen produziert wird. Die großen Mengen an Milch pro Kuh wurden erst durch Züchtung erreicht, die wohl kaum im Sinne der Tiere ist.

Ein Video (7 Minuten, mdr) zur Milchproduktion: http://youtu.be/Zka3_ev6df0

Warum keine Eier?

Sowie nur weibliche Kühe Milch geben, legen nur weibliche Hühner Eier.
Nach dem Schlüpfen werden die Küken nach Geschlechtern getrennt („gesext“). Die männlichen Küken werden vergast.
Die am jeweiligen Tag „zu spät“ schlüpfenden Küken werden noch im Ei oder beim Schlüpfen „gemust“, sprich kleingeschreddert.
Die männlichen Hühner werden nicht als Hähnchen zum Verzehr aufgezogen und geschlachtet oder als Suppenhuhn verwendet. Diese Hühner sind auf Eierproduktion, nicht auf Fleischaufbau gezüchtet und daher nicht muskulös genug und würden als Schlachthuhn nicht genug Geld einbringen.

Fazit: Vegetarische Ernährung ist keine Alternative, wenn man nicht möchte, dass Tiere getöten werden oder leiden.

Geschockt/nachdenklich/neugierig? Mehr zum Thema.

Was isst ein Veganer?

Wie sieht vegane Ernährung aus? Google-Bilder-Suche nach „vegan food“: Klick mich

Über mich:
Ich lebe seit Mai 09 vegetarisch. Bereits von der Idee des Veganismus überzeugt, aber an der Umsetzung zweifelnd, wurde ich im August 09 vegan, nachdem ich durch einen anderen Veganer sehen konnte, dass diese Form der Ernährung durchaus praktikabel ist.

Ich verurteile, was Menschen – vor allem in der Massentierhaltung – mit Tieren tun. Dennoch bin ich im Alltag eher friedlich und halte mich an sachliche Argumente und versuche vor allem durch Vorleben und Geschmack von veganem Essen, Menschen zum Nachdenken zu bewegen.
Wer mich nach meiner Meinung fragt, soll sich aber hinterher nicht beschweren, wenn ich diese dann auch vertrete.
Für mich ist der Veganismus die Ernährungsform der Zukunft, zunächst weil ich ihn als die einzig ethisch vertretbare betrachte, aber auch weil wir durch omnivore Ernährung zur Vernichtung unseres Lebensraumes beitragen.

Man darf dabei nicht vergessen, dass ein Mensch sich über mehr als seine Ernährung definiert. Ich bin nicht nur Veganerin und möchte auch nicht als „die Veganerin“ betrachtet werden. Leute die Fleisch essen sind auch nicht nur „Fleischesser“. Es gibt viele andere Bereiche in denen Leute viel Gutes tun und sich den *** für eine bessere Welt aufreissen.
Nichtsdestototz ist Ernährung ein grundlegender und wichtiger Bereich, in dem man durch eine einfache Umstellung ganz nebenbei täglich viel tun kann.

Je mehr Leute damit anfangen, sich umzustellen, desto einfach wird es durch einen wachsenden Markt an Alternativprodukten auch in Zukunft für alle anderen werden.